Lutz Schramm war in der DDR sowas wie der John Peel des Ostens. In seiner Sendung Parocktikum wurden Sachen gespielt, die man sonst nicht allzuoft im Radio zu hören bekam (das galt auch für die “Westsender”). Hier gabs also Indie satt und bald auch Bands aus dem Osten zu hören. Letzteres war nun doch sensationell, denn schließlich waren die sogenannten “anderen Bands” bisher nur auf Kirchenfesten zu sehen. Schramm hörte auch hier nicht auf, sondern nahm mit einigen dieser Bands auch Sessions in den Rundfunkstudios auf. Da man ohne Vertrag mit dem DDR-Monopol-Plattenlabel Amiga sonst kaum vernünftige Aufnahmemöglichkeiten fand, war das für die Bands schon eine tolle Aktion.
Die Sendung gibt es nicht mehr aber eine Internetseite mit Podcast und Wiki und MP3s. Sehr sehenswert!
wo ist mein trackback?